Projektbeschreibung
Das Projekt ICEland wird im Jahr 2000 vom DZHW (ehemals HIS) für die Wissenschaftsressorts der Länderministerien entwickelt, die damit ihren Informationsbedarf an grundlegenden hochschulstatistischen Kennzahlen decken wollen, um adäquate Entscheidungen in der Hochschulplanung und Hochschulpolitik treffen zu können. Gegen Ende des Jahres 2004 beschließt die ICEland-Nutzer*innengruppe, das System für interessierte Hochschulen und in eingeschränktem Rahmen auch für wissenschaftliche Institutionen zu öffnen.
Die Mission von ICEland ist es, den Nutzer*innen schnell, unabhängig und direkt eigene Auswertungen aus der amtlichen Hochschulstatistik von Destatis zu ermöglichen und dafür entsprechende Werkzeuge bereitzustellen. Im Zentrum steht dabei das Tool zur flexiblen Datenanalyse (FleDA), mit dem Tabellen nach eigenen Bedarfen zusammengestellt werden können. Um Vergleiche - auch zwischen den einzelnen Themenbereichen der Hochschulstatistik - zu ermöglichen, wird eine integrierte Schlüsselsystematik verwendet, die sich weitestgehend an den Schlüsseln von Destatis orientiert. So kann eine bestmögliche Transparenz gewährleistet werden.
Das Datenportfolio umfasst Ausschnitte aus allen Teilbereichen der amtlichen Hochschulstatistik in Form von aggregierten Summendatensätzen, die innerhalb der Kommission für Hochschulstatistik abgestimmt und bei Bedarf ergänzt werden. Seit umfangreichen Erweiterungen der Datenlieferungen durch das Statistische Bundesamt im Jahr 2005 erlaubt die Datenstruktur fachlich gegliederte Auswertungen bis auf die Ebene der Hochschulen und Studienfächer, wodurch Vergleiche unter Hochschulen möglich werden. Dadurch steigert sich die Attraktivität von ICEland für alle Einrichtungen des Hochschulbereichs - insbesondere für die Hochschulen selbst. Die letzte große Erweiterung der Datenbasis erfolgte im Rahmen der Novellierung des Hochschulstatistikgesetzes im Herbst 2019. Es können seither sowohl ausgewählte Daten aus der Promovierendenstatistik als auch neu integrierte Erhebungsmerkmale aus vorhandenen Hochschulstatistiken (z. B. Befristung des Hochschulpersonals oder Regelstudienzeit bei Studierenden und Absolvent*innen) in ICEland ausgewertet werden. Außerdem wurden Daten zum Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ in ICEland aufgenommen. Nähere Informationen zu den Datenbeständen in ICEland finden Sie auf der Seite Themenspektrum.
Unsere Aufgaben reichen von der Datenbereitstellung im System, über die inhaltliche Unterstützung, Nutzer*innenschulungen und Information (Newsletter), die Nutzer*innenverwaltung und Rechnungsstellung bis hin zur technischen Systembetreuung und Support.
Voraussichtliches Ende von ICEland im September 2028: Mit der Neufassung des Hochschulstatistikgesetzes (HStatG) wurde dem Statistischen Bundesamt die Aufgabe übertragen, eine eigene Auswertungsdatenbank bereitzustellen. Bis diese zur Verfügung steht, wird ICEland auf Wunsch der Länder vom DZHW als Dienstleistung zunächst weiterbetrieben. Aktuelle Vereinbarungen zur Weiterführung von ICEland bestehen derzeit bis September 2028 (Datengrundlage: Berichtsjahr 2026).
Nutzerkreis
Das Informationssystem steht neben den Länderministerien auch anderen Institutionen aus dem öffentlichen Bereich offen und wird in erster Linie für die Hochschulsteuerung und Entscheidungen in der Hochschulpolitik genutzt. In diesem Rahmen (Steuerung und Controlling) haben auch Hochschulen bzw. deren Verwaltung Zugriff auf ICEland. Forschungsprojekten und -einrichtungen wird nur in Ausnahmefällen der Zugriff erlaubt.
Auftraggeber
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) vertritt als Auftraggeber die Interessen der Wissenschaftsministerien der Länder. Seit 2008 ist das DZHW durch das MWK Niedersachsen mit der Koordinierung des ICEland-Projekts sowie der Rechnungsstellung gegenüber den weiteren an ICEland teilnehmenden Ministerien und Einrichtungen betraut.